Geschichte des Dorfes DarupDie Geschichte des Dorfes Darup reicht bis in das Jahr 779 n. Chr. zurück. Karl der Große hatte in diesem Jahr die Sachsen bei Bocholt geschlagen, diese fanden sich aber zu neuen Kämpfen in den Baumbergen bereit. Ihre Anführer waren Roibert und Loibert. Karl schlug sie abermals. Er befahl, die Gefallenen in einem kleinen Talkessel zu bestatten, der daraufhin "Dotharpa" (Totendorf) genannt wurde. Er gründete dort außerdem einen Königshof, in dem seine Gefolgschaft und die Königsboten weilten, wenn sie durch das Land zogen. Aus "Dotharpa" bildete sich im Laufe der Jahrhunderte über Dothars, Dodarpe, Darepe, Dodorf und Darupff der Name "Darup". Die Pfarrei ist eine bischöfliche Gründung aus dem Ende des 12. Jahrhundert, wie aus der Chronik des Jahres 1188 des Klosters Nottuln hervorgeht. Im Jahre 1806 zerstörte eine schreckliche Feuersbrunst einen großen Teil des Dorfes. Seitdem wird alljährlich eine Brandprozession gehalten, bei der die Gläubigen Gott bitten, sie vor einer ähnlichen Katastrophe zu bewahren. Große Kriegsnöte gingen auch an Darup nicht vorüber. Im Freiheitskampf der Holländer gegen die Spanier wurde das Dorf im Jahre 1591 von den Spaniern überrannt und geplündert. Kaum hatte sich die Bevölkerung von diesem Schrecken erholt, als im Herbst desselben Jahres die Holländer in Darup einfielen und nun ihrerseits plünderten. Im 30-jährigen Krieg hatte sich eine Besatzungstruppe in Darup einquartiert, die die Kirche sogar als Pferdestall benutzte. Der 7-jährige Krieg brachte neue Schrecken. Französische Soldaten kämpften im Coesfelder Land und verwüsteten viele Städte und Dörfer, darunter auch Darup. Der 1. Weltkrieg verlief für Darup sehr glimpflich. Der Ort selbst wurde kaum zerstört. Die Bewohner mußten lediglich Lebensmittel und Vieh abgeben. Im 2. Weltkrieg dagegen wurde Darup oft durch feindliche Tiefflieger angegriffen. Häuser gerieten in Brand, viele Menschen starben oder wurden obdachlos. Bomben trafen das Dorf nicht, sondern fielen in die umliegenden Wiesen und Äcker. 1945 wurden auf den Zufahrtsstraßen Darups Barrikaden errichtet, die vergebens ein rasches Eindringen der alliierten Truppen verhindern sollten. Nach dem Einmarsch der Engländer und der Amerikaner, die aber nur etwa zwei Monate im Dorf blieben, fanden die Dorfbewohner allmählich zum normalen Alltag zurück. Entnommen aus der Festschrift der Kolpingsfamilie zum 50-jährigen Jubiläum.
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